Globulus e.V.

Verein zur Förderung der ärztlichen Homöopathie in den Kinderkliniken

Forschung

Beobachtungsstudien am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München

Wir erleben immer wieder erstaunliche Therapieerfolge nach homöopathischer Behandlung bei einzelnen, zum Teil schwerkranken Kindern. In wissenschaftlichen Studien soll geklärt werden, ob diese Therapieerfolge auch unter Studienbedingungen erreicht werden können. Eine besondere Herausforderung dabei ist, sowohl die wissenschaftlichen Anforderungen an eine Studie zu erfüllen wie auch der Homöopathie als individuelle und ganzheitliche Therapiemethode gerecht zu werden.

Randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie

Der goldene Standard einer wissenschaftlichen Studie ist derzeit eine kontrollierte, randomisierte, doppelblinde und möglichst placebokontrollierte Studie. Kontrolliert bedeutet, dass es eine Kontrollgruppe zum Vergleich gibt. Randomisiert heißt, dass jeder Studienteilnehmer per Zufall der einen oder der anderen Gruppe zugeteilt wird. Doppelblind beschreibt die Tatsache, dass weder der Arzt noch der Patient bzw. seine Eltern wissen, welcher Gruppe das Kind zugeordnet wurde. Placebokontrolliert meint, dass die Kinder der Vergleichsgruppe unarzneiliche Medikamente (Placebo) bekommen.   Diese beschriebenen Studienbedingungen sind ideal für Studien in der konventionellen Medizin geeignet, wenn Medikament A und Medikament B (oder Placebo) in ihrer Wirkung bei einer bestimmten Erkrankung verglichen werden sollen. In der Homöopathie ist das in dieser Form oft nicht möglich. Vor allem bei chronischen Erkrankungen ist es wichtig, aus allen homöopathischen Arzneien die für das einzelne Kind individuell passende Arznei verordnen zu können, auch in einer Studie. Außerdem belasten diese strengen und künstlich geschaffenen Studienbedingungen das für eine Heilung sehr wichtige Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient bzw. seinen Eltern in sehr hohem Maße. Aus diesen genannten Gründen untersuchen wir zunächst die Krankheitsverläufe nach homöopathischer Therapie unter realen Bedingungen und führen Beobachtungsstudien zu verschiedenen Erkrankungen durch.

Beobachtungsstudien  Bei unseren Beobachtungsstudien werden alle Kinder mit einer bestimmten Erkrankung mit dem individuell gewählten homöopathischen Einzelmittel behandelt, dann wird der Krankheitsverlauf genau dokumentiert und später ausgewertet. Es gibt keinerlei Einschränkungen in der Arzneimittelwahl, alle Kinder bekommen ihre spezifisch passenden arzneilichen Globuli.  Mit Hilfe von Beobachtungsstudien kann beurteilt werden, wie viele der behandelten Kinder von der Homöopathie profitiert haben. Anschließend lässt sich dann entscheiden, ob eine weitere Studie mit einer Vergleichsgruppe sinnvoll ist, um den Effekt der homöopathischen Therapie bei dieser Erkrankung im Vergleich mit der konventionellen Therapie (oder mit Placebo) sicherer einzuschätzen.

Folgende Beobachtungsstudien wurden am Haunerschen Kinderspital durchgeführt:

  • Enuresis (Bettnässen)
  • Rezidivierende Harnweginfektionen
  • Infektionsanfälligkeit
  • Prader-Labhart-Willi-Syndrom (PLWS)
  • Hirnblutung 3. Grades bei Neu- und Frühgeborenen
  • Drogenentzugssyndrom bei Neugeborenen
  • Tic/Gilles-de-la-Tourette-Syndrom
  • Postpunktionelles Syndrom

Anschrift:

Dr. von Haunersches Kinderspital  der Ludwig-Maximilians-Universität München

Direktor: Prof. Dr. med. Dr. sci. nat. Christoph Klein

Lindwurmstraße 4

80337 München

Tel. 089-5160 7724

www.kinderspital.de